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Geschichtliches

 

Die Kirchen von Lotzwil

 

Zur Zeit der Völkerwanderung besiedelten die heidnischen Alemannen aus Süddeutschland auch unser Gebiet. (Der Name Lotzwil weist auf ihre zweite Siedlerwelle vom 7.-10. Jh hin). Nach ihrer Christianisierung dürfte ein alemannisches Herrengeschlecht bald einmal eine Eigenkirche in unserem Dorfe gestiftet haben.

 

Dank der Ergebnisse der Sondierungen, die anlässlich der Kirchenrenovation von 1955/56 gemacht werden konnten, hat Professor P.Hofer den ersten festgestellten Sakralbau unter gewissen Vorbehalten ins späte achte oder frühere neunte Jahrhundert datiert. Um 1270 entstand der von Paul Hofer als zweite Kirche bezeichnete Bau, dessen Portale und Fenster mit den berühmten St. Urban-Backsteinen eingefasst wurden. Schliesslich entstand 1682 ff. der hochbarocke Neubau, unsere heutige Kirche, mit der reichen Ausstattung von Wappentafel, Taufstein, Abendmahltisch, Kanzel und obrigkeitlichem Dreisitz. Die fünf Chorfenster wurden 1908 von Rudolf Münger gestaltet.

 

Die Kirchgemeinde Lotzwil

 

Nachdem jahrhundertelang Lotzwil, Gutenburg und Obersteckholz zur Pfarrgemeinde Lotzwil gehört hatten, kam 1585 noch Rütschelen dazu, das vorher nach Herzogenbuchsee kirchgenössig gewesen war. Eine Kirchgemeinde aber im heutigen Sinne schuf erst das Kirchengesetz von 1874, ein Provisorium bestand seit 1825). Nachdem im Jahre 2006 die Einwohnergemeinden Gutenburg und Madiswil fusionierten, haben sich die reformierten Gemeindemitglieder von Gutenburg anlässlich einer Konsultativabstimmung entschlossen, der Kirchgemeinde Madiswil beizutreten. Anlässlich der Kirchgemeindeversammlungen von Madiswil und Lotzwil im Mai 2006 wurde die Veränderung des Gemeindegebietes Gutenburg beantragt und beidseits einstimmig gut geheissen. In einer Vereinbarung zwischen der Kircheinwohnergemeinde Lotzwil und der Einwohnergemeinde Madiswil wurde das Bestattungswesen geregelt.